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Leserzuschrift vom 22.09.2004

zu dem Artikel "Betriebswirt/IHK und Technischer Betriebswirt: wo sind die Unterschiede?" vom 11.08.2002

Absender: Theodor R.

Es ist erstaunlich, wie groß der innerdeutsche Ost-West-Gegensatz 15 Jahre nach der Wende noch immer ist. Die aus diesen Zeilen triefende unerträgliche Besserwessi-Arroganz ist jedenfalls ein drastisches Zeugnis dafür. Daß ich übrigens seit 1984/85 unterrichte, also seit 19 Jahren, ist nichts, worauf ich mit was einbilde, aber im Zusammenhang mit diesem Brief relevant:

Hallo Herr Zingel,
Interessant, was Sie da so von sich geben.
Ich bin ebenfalls wie Sie freiberuflicher Dozent, nur ein "klein" bischen länger. [...]
Ich unterrichte seit 1995 in solchen Weiterbildungen [...]

Ich muß gestehen, daß mir hierauf eine ernsthafte Antwort schwerfiel; ich weiß aber nicht, ob ich mich über solche Arroganz und Selbstgefälligkeit ärgern oder ihren Urheber bemitleiden soll. Dennoch äußert der Verfasser dieses Schreibens auch Sachargumente, die hiermit der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden:

Es gibt manche kritische Anmerkung, zurecht. Aber wollen Sie wirklich von techn. BETRIEBSWIRTEN erwarten, dass die wissen müssen, was die Leistungsmerkmale, vielleicht auch noch die Anforderungsmerkmale von IAS, ausmachen und das dann auch noch prüfen lassen?
Real existierente Betriebswirte (Dipl. oder FH) wissen noch nicht mal wie man das schreibt bzw. was das ist.
Machen Sie nicht eine Weiterbildungschance geringer als sie ist.
Ich unterrichte seit 1995 in solchen Weiterbildungen und habe die Erfahrung gemacht, bei allen Mängeln, die Stoffpläne in der heute kurzlebigen Zeit haben, dass die Menschen, die sich dieser Fortbildung ernsthaft "unterzogen" haben, nach der Prüfung nicht nur ein Erhebliches mehr an Wissen hatten, sondern auch beruflich zum Teil erheblich weitergekommen sind.
Das mag ja bei uns "Wessis" ein bischen anders sein, als in Ihrem geographischen Umfeld, ändert aber nichts an der Tatsache, dass es grundsätzlich ein richtige und wichtige Sache ist, Fort- und Weiterbildung gerade für Menschen anzubieten und neue Ideen zu entwickeln, die eben nicht über FH- bzw. Unireife verfügen.
Ansonsten mag es Ihrer persönlichen Gefühlslage entsprechen, politische Aussagen zu treffen, die mit der eigentlichen Thematik Ihres (vielleicht etwas veralteten, UPDATE erforderlich?) Artikels, wohl nichts zu tun haben.
Wollen Sie Ihre getroffenen Aussagen selbst noch mal lesen, folgen Sie bitte dem Link: http://www.bwl-bote.de/20021108.php.
Miese Stimmung haben wir genug, aber ist es unsere Aufgabe, diese noch weiter zu verstärken?
Auch ich habe in meinen Lehrgängen nicht Wenige, die entweder keine Arbeit haben und durch weitere Quali für sich wieder ein Chance erwarten, oder solche, die durch ihren Einsatz und Weiterbildung sich eine Sicherung ihres Arbeitsplatzes erwarten.
Aber es ist nach meiner Erfahrung und Überzeugung, auch politisch, und Sie scheinen ja ein politischer Mensch zu sein, überhaupt nicht hilfreich, auf so "harmlosen" Seiten, wie der BWL Bote, Meinung zu veröffentlichen (was man natürlich darf, wir haben ja Meinungsfreiheit), die nicht gerade zum (Wieder-)Aufbau der Menschen geeignet ist.
Meine Bitte,
denken Sie nicht nur über fernöstliche Vergangenheit und Glaubensrichtungen nach, sondern über den Beitrag, den wir als verantwortungsvolle Kursleiter/Dozenten in unseren Kursen zu leisten haben.
Mögen Sie antworten, dann tun Sie es, wenn nicht, dann lassen sie es bleiben.
Ein bischen verärgert, aber nur ein bischen, es gibt noch wesentlich Schlimmeres,
grüsst Sie freundlich aus Nürnberg

Leserbriefe geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers des BWL-Boten wieder und werden nur mit Absender- bzw. Verfasserangabe veröffentlicht. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder ungekürzte Veröffentlichung einer Leserzuschrift.

Hrsg. & v.i.S.d.P.: Harry Zingel 2004; Erlgarten 8, 99091 Erfurt, Tel. 0172-3642082, 0361-2606029, Fax 0361-2118928


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