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Olympiaboykott: »Wer andern in den Hintern schlüpft...«

Wir haben an dieser Stelle immer wieder unserer Verachtung für die Politiker Ausdruck gegeben. Jetzt ist es wieder mal höchste Zeit dafür, diesmal aus ganz besonderem Grund: selbst ein Völkermord bringt westliche Politiker nicht zur Vernunft. Pfui Teufel, ein wirklich widerwärtiges Pack da in Berlin und anderswo!

Während nämlich 1980 der Westen die damaligen olympischen Spiele in Moskau wegen des Einmarsches der Russen in Afghanistan boykottierte (und prompt vier Jahre später der damalige Ostblock 1984 den Spielen in Los Angeles fern blieb), erklärte unsere Bundeskanzlerin und Oberklimaschwindlerin Merkel kürzlich, ein Boykott der olympischen Spiele diesen Sommer in Peking sei nicht der richtige Weg, gegen den Völkermord in Tibet zu protestieren. Man muß ja nicht gleich Schutztruppen nach China schicken, aber warum nicht Olympia absagen? Das würde den Chinesen nämlich weh tun und wäre ein wirksames gleichwohl aber auch friedliches Zeichen. Eines, das man auch im Zentralkomitee versteht.

Frau Merkel setzt damit die völlig verfehlte Politik der Nichteinmischung fort, die der Westen nicht erst seit dem Einmarsch der Kommunisten in Tibet im Jahre 1950 verfolgt, sondern die eigentlich schon mit dem Appeasement gegen Hitler versagt hat. China hat der schlafmützige Westen dadurch gestattet, die letzte antike Hochkultur der Welt erst durch militärische Mittel, später durch systematischen kulturellen Völkermord zu vernichten. Wenig glaubwürdig sind da die öffentlichen Krokodilstränen über den Kulturfrevel der Taliban oder die ach-so-bösen "Islamisten". Auschwitz, Tibet, Balkan und Burma – all das wären Gelegenheiten gewesen, Frieden zu stiften und Menschenleben zu bewahren. Statt dessen stellen wir die Opiumproduktion in Afghanistan unter deutschen Schutz. Selbst von Amerikanern und Sowjets hat man in Berlin nichts dazugelernt, doch wer aus der Geschichte nichts lernt ist bekanntlich dazu verurteilt, sie zu wiederholen. Vielleicht lernen wir wenigstens aus Viet Nam eine bittere Lektion...

Ich kann, um es mit dem Maler Max Liebermann zu sagen, gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte wenn ich dieser Tage die Zeitung lese. Dieses ekelhafte parasitäre Pack ist einfach unerträglich. Scheiße soll es regnen!

Doch selbst dagegen wäre Merkel vermutlich immun: "Wer andern in den Hintern schlüpft", so weiß der Volksmund, "daran meist eine Hoffnung knüpft". Das dürfte auch bei Frau Merkel der Fall sein, die nicht nur den Staatsterroristen aus dem Weißen Haus und aus Israel aus dem Arsch guckt, sondern eben auch den Chinesen. Absatzmärkte zählen auch heute noch mehr als Menschenleben, das ist die bittere Wahrheit. Seit der spanischen Conquista in Amerika vor 500 Jahren und dem folgenden Völkermord an den dortigen indigenen Völkern haben wir nichts hinzugelernt, weder in Europa noch in Fernost. Wir sollten uns was schämen, im Zentralkomitee in Peking ebenso wie in Merkels Öko-Politbüro in Berlin.

Links zum Thema: Burma und die Deutsche Einheit, oder warum die Mönche sterben müssen | Merkelwürdig: Die saubere Bombe im Rollstuhl | Vorsicht, Satire: wo unsere Politiker sinnvoller beschäftigt werden könnten | Dichloro-diphenyl-trichloro-ethane, oder von der Rückkehr der Menschlichkeit | (interne Links)


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